Torment Tool - Dawn of War
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Kategorie:

Demos / Eigenproduktionen

Label:

2010, Eigenproduktion

Format:

CD

Stil:

Oldschool as Fuck!

CD-KRITIK:

Torment Tool ist noch eine recht junge Band aus Geislingen, die sich dem Oldschool-Thrash Metal verschrieben hat. Im Jahre 2005 fanden sich die vier aktuellen Mitglieder zusammen und 2010 veröffentlicht die Band ihr Debutalbum namens „Dawn of War“. Der Name Torment Tool klingt bereits wie aus den guten 80ern und das stilvolle Cover der Scheibe setzt dazu die passenden Akzente.

Wert auf Innovation oder Spielereien wird hier nicht gelegt, stattdessen wird stets ordentlich aufs Gaspedal gedrückt und drauflos gedrescht was das Zeug hält.
Wer den Sound dieser Band nun jedoch als langweiligen Einheitsbrei verteufelt, verpasst einiges. Inspiriert von ihren großen Vorbildern wie Kreator oder Slayer, treten die Jungs ordentlich Ärsche. Modern an „Dawn of War“ ist die Produktion, die schon fast glasklar daherkommt und ein wenig das Räudige des alten Thrash Metals vermissen lässt. Ein Label hat die Band bisher nicht hinter sich stehen, nur einen Tontechniker, der ihnen zu einem Deal mit iTunes verholfen hat.

Nichts desto trotz finden sich z.B. mit Silent Death oder Pleasure and Violence echte Mitgröhlstücke auf der Scheibe, die absolut Spaß machen. Soundtechnisch gibt es an dem Album nichts Auszusetzen, lediglich das Schlagzeug lässt an manchen Stellen den nötigen Druck vermissen und ist eindeutig zu leise aufgenommen. Die mächtigen Gitarren übertönen das Schlagzeug hierbei an manchen Passagen, wie z.B. in dem Stück Thrash Attack gut spürbar. Da wäre eine bessere Abstimmung der einzelnen Elemente von Nöten gewesen, aber bei einer selbst produzierten Debutscheibe kann man eine solche Raffinesse noch nicht erwarten.   

An den Gitarren haben sich Torment Tool hingegen ordentlich ausgetobt und unzählige frickelige Solopassagen in die einzelnen Stücke integriert, wo jedoch genau diese Varianz noch ein wenig fehlt, ist bei Sänger Ullrich Haug. Die Stimme klingt stets gleich, was zwar beim Thrash Metal nicht so tragisch ist, aber auf Dauer dem Ein oder Anderen sauer aufstoßen dürfte. Hier besteht noch ein wenig Arbeitsbedarf für die hoffentlich bald kommenden weiteren Alben.


Anspieltipps: Pleasure and Violence, Silent Death



Tracklist

1. Dawn of War
2. Pleasure and Violence
3. Fuel of Hate
4. Black Gold Ecstasy
5. Silent Death
6. Thrash Attack
7. MAD
8. Scorched Earth
9. BGW
10. Nuclear Winter
11. Dark Reckoning

Fazit:

„Dawn of War“ ist leider ein wenig zu glatt geraten, dennoch macht das Album ordentlich Spaß und lädt zum Mitgröhlen und Feiern geradezu ein. Für ein Debutalbum haben die Jungs hier starkes Scheibchen vorgelegt, an dem das Potenzial der Band deutlich erkennbar ist. Von mir gibt es dafür 3 Igel mit der Tendenz nach oben!



WERTUNG:

3 WERTUNG:

Geschrieben am

01.02.2010

von

Fimbulthul