CD-KRITIK:
Die Nürnberger Jungs von
Hellish Crossfire haben sich im deutschen Untergrund mit ihrem Debüt und regelmäßigen Liveauftritten bereits eine Art Kultstatus erspielt und zählen definitiv zur Speerspitze der deutschen Thrash-Newcomer. Auch die Franken haben sich bei ihrem Debüt „Slaves of the Burning Pentagram“, wie viele andere der Teutonen-Bands, zudem offensichtlich von einigen Black Metal-Combos inspirieren lassen, was sowohl bei den Gitarren, als auch teilweise bei den Vocals durchschien.
Nun also, nachdem mittlerweile 4 Jahre seit dem Erstlingswerk vergangen sind, ist das zweite Full Length-Album „Bloodrust Scythe“ wiederum über das schwedische
I Hate Records-Label veröffentlicht worden.
Stilistisch ist man sich, wie zu erwarten war, treu geblieben und bietet traditionellen deutschen Thrash im Stile der Frühwerke der alten Helden Kreator, Sodom, Destruction. Durchaus auffällig ist aber, dass man die stetigen, Black Metal-artigen Gitarren ein wenig zurückgefahren hat und somit die Riffs noch mehr in den Vordergrund geschoben wurden und etwas mehr Raum zur Entfaltung gewonnen haben. Auch sind die Vocals noch eine Spur deftiger und dumpfer, weshalb auch diese die Black Metallische Komponente weiter einschränken. Nichtsdestotrotz wird hier nahtlos an die „Slaves...“ angeschlossen und auch noch an mancher Stelle den angesprochenen Black Metal-(Gitarren-)Sounds Platz eingeräumt, wie zum Beispiel
Into the Old and Evil beweist. Eine weitere Komponente wird durch einige klassische 80’s Heavy Metal-Parts hinzugefügt, wie sie u.a. in
Black Injection oder
Orgasmic Rush zu finden sind.
Überhaupt wird etwas mehr Wert auf Variation gelegt, so sind die meist 5 bis 6 Minuten langen Songs häufiger mit Tempowechseln gespickt und auch die Songreihenfolge geschickt gewählt, sodass sich mehr Thrash, Death, Heavy/Speed bzw. Black Metal-Anleihen aufweisende Titel abwechseln.
Die Produktion, die in den Händen von Patrick Engel (Ex- Impending Doom, Anael; Hatespawn) lag, ist zudem optimal auf die Songs ausgerichtet. So kommen die Songs extrem druckvoll, aber niemals überladen oder –produziert daher und so wurden auch allen Instrumenten gute Entfaltungsmöglichkeiten gelassen, die sie klar hervorstechen lassen. Der Aggressivität und Dynamik der Lieder wird hierbei nirgends ein Bein gestellt!
Sich für ein Highlight des Albums zu entscheiden fällt mehr als schwer, da sich ausnahmslos hochwertige Kost auf dem Langspieler befindet, ob es nun das Re-Recording des Demosongs …
of Slaying Grounds, das mit einem extrem starken Refrain versehene
Night of the Possessed oder Rauswerfer
Too Tough to Die ist
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