
Kategorie:
AlbenLabel:
2010, Silverwolf ProductionsFormat:
CDStil:
Hamburger Death Metal mit diversen Elementen des Thrash.CD-KRITIK:
Live wirken sie auf uns noch wie eine unbekannte Death Metal Band, aber auf Platte bekommt man ihre wahre Härte zu spüren. Bereits bei Uprising hören wir, wie gut sich die Gitarre und der Gesang miteinander verschmelzen und den Hörer einfach mit in die Musik reinziehen. Blindfolded beginnt mit derselben Schnelligkeit wie beim vorherigen Song. Der Thrash-Gesang erinnert uns an schwedische und deutsche Legenden wie Johan Hegg und Mille Petrozza. Bei Four seasons of self mutilation wird ab und zu auch nach dem Classical Metal-Stil gesungen. Bridge End… erinnert uns an die alten Zeiten von Fear Factory, wobei The Retaliation Process sich in ihrer Musik sicherer sind, da sie genau wissen wohin sie gehen wollen. Das instrumentale Lied …Prozac wird von einer harmonischen Gitarre begleitet, was wie bei vielen Metalalben als kurzer Ruhestand gilt. Der Song Carnal addiction kam schon fast plötzlich, aber was hat man anderes erwartet? Anders als die heutigen Death Metal Bands gehen die Jungs von The Retaliation Process sehr sorgfältig mit ihrer Melodie um. Um uns nicht in den musikalischen Irrgarten zu führen, verwenden sie auch keine Blastbeats, sondern bleiben eher altmodisch. Aber solange die Gitarren vielversprechend sind und der Gesang anziehend, kann man auch nichts Negatives dazu sagen. Down ist ein Meisterwerk des Thrash. Punkt. On the way back macht sich schon langsam fertig für die letzte Reise des Albums, aber mit einer optimistischen Einstellung. Spätestens hier würden erfolgreiche deutsche Death Metal Bands, wie Heaven Shall Burn, Kreator und Obscura zusammenkommen. Written in red ink ist schon etwas neutraler im Vergleich zu den anderen Songs; immer noch thrashig und hart, jedoch erwartet man nichts mehr Großartiges, das noch kommen würde. Vielleicht sollte man das letzte Lied nicht Uncertain nennen, weil man den Eindruck bekommt, dass die Band den Hörer inmitten von Nirgendwo absetzen will. Doch letztendlich kommen die ganzen Lieder auf „Downfall“ zusammen und bieten dem Hörer ein offenes Ende mit Spuren von Hoffnung dar.Fazit:
The Retaliation Process sind die neuen Helden des deutschen Death-Thrash Metal. Spätestens ab dem zweiten Album wird jeder deutsche Metal-Liebhaber von der Band gehört haben.WERTUNG:
Geschrieben am
28.02.2010von
Paula