Freitod – Nebel der Erinnerungen
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Kategorie:

Alben

Label:

2010 Ván Records

Format:

CD

Stil:

Dark Metal

CD-KRITIK:

Die Nürnberger Freitod legen mit „Nebel der Erinnerungen“ nach zwei Demos ihren ersten Langspieler vor und liefern damit deutschsprachigen Dark Metal in Reinkultur. Die Platte enthält neben den Songs der Demos mit dem Song Blasphemy auch ein Genocide-Cover.


Wenn eine Band bei Ván Records unter Vertrag steht, erwartet man von deren Album und Songs eine ganze Menge und in der Tat, wenn man sich die gängigen Veröffentlichungen des Labels anschaut finden sich dort immer wieder wirkliche Perlen, wie The Ruins of Beverast, The Devil's Blood oder Griftegård. Somit sind die Erwartungen an Freitod ziemlich hoch, doch leider werden diese nicht dem sonst so hohen Standard des Labels gerecht.


Musikalisch setzt die Band auf bekannte Mittel: Klarer Gesang und gutturaler Gesang wechseln sich ab, ruhigere Passagen folgen auf zünftiges Geknüppel und allgemein sind die acht Titel von „Nebel der Erinnerungen“ schön dynamisch. Insgesamt nicht wirklich neu oder innovativ, aber dafür geschmackssicher kombiniert. Das wirkliche Manko des Albums sind hingegen die Texte, die mitunter pathetischer nicht sein könnten. Allen voran der letzte Titel des Albums Abwärts, dessen Text am besten durch das Adjektiv „kitschig“ zu beschreiben ist und schon nach wenigen Minuten Fremdschämen provoziert.


Für „Nebel der Erinnerungen“ gibt es einen Igel, auch wenn man eigentlich Musik und Text getrennt voneinander rezensieren müsste, um zu einem wirklich sinnvollen Ergebnis zu kommen. Denn die Musik weiß durchaus zu gefallen, wohingegen die Textebene einfach alles runterzieht und dabei den Gesamteindruck zerstört.


Tracklist:
01. Ein Neuer Tag
02. Hoffnungslos
03. Ein Ende
04. Eine Endlose Niederlage
05. Pure Manipulation
06. Diese Narben
07. Blasphemy
08. Abwärts

Fazit:

Wirklich empfehlen kann ich die Platte nicht. Lieber einen Bogen darum machen und mal andere Ván-Veröffentlichungen antesten. Falls allerdings jemand auf theatralische Songtexte untermalt von durchaus hörenswerter Musik steht, sollte man der Platte vielleicht eine Chance geben.



WERTUNG:

1 WERTUNG:

Geschrieben am

05.03.2010

von

Peanut