CD-KRITIK:
Nach mehreren Demos, einer EP und einer 3-Track-Promo liegt im Hause
Saattue nun endlich der erste Longplayer an.
Und schon nach wenigen Sekunden machen die sechs Herren aus Finnland dem Hörer klar, was ihn hier in den nächsten 50 Minuten erwarten wird: Düsterer, brachialer Down-Tempo-Metal der Extraklasse. Man fühlt sich immer wieder an die frühen Gothic-Werke von
Paradise Lost erinnert, die allerdings mit einer enormen Portion Doom vermischt werden und neue Maßstäbe im Bereich der „düsteren“ Musik setzen.
Das Ganze wird außerdem noch weiter durch die vielseitigen Gesangspassagen von Fronter Tuukka Koskinen, die von heftigen totmetallischen Growls bis hin zu cleanen, aber dennoch agressiven Vocals der Marke
Sentenced (in früheren Jahren).
Doch trotz der vielen Parallelen zu allgemein anerkannten Scenegrößen wie
My Dying Bride,
Tiamat, oder auch den bereits erwähnten
Sentenced und
Paradise Lost, wirken
Saattue zu keinem Zeitpunkt wie eine Kopie. Dazu kommt das Ganze einfach viel zu transparent und eigen rüber.